„Gut, setzen Sie sich hierher,“ rief Ssanin mitten im Boot stehend.
Wieder stieg sie leicht und geschmeidig über die Bänke an ihm vorbei und berührte mit den Fingerspitzen kaum seine ausgestreckte Hand. Ssanin schaute sie, als sie neben ihm war, von unten herauf an und ihre Brust berührte kaum die seine, während sie ihm doch den kräftigen Geruch ihres frischen Körpers zustrahlte.
Sie glitten über das Wasser. Um sie spiegelte sich der blaue Himmel wieder, sodaß das Boot im hellen ruhigen Luftraum zu schweben schien! Karssawina saß aufrecht, bewegte kaum die Ruder und plätscherte mit dem Wasser, während sie ihren Busen elastisch anhob.
Ssanin lehnte am Steuer, schaute sie an, ihre Brust, auf die man so schön den heißen Kopf hätte legen können, ihre runden geschmeidigen Arme, die sich so kräftig und zärtlich um den Nacken schmiegen mochten, ihren jugendlichen wonnevollen Körper, den man so toll und alles vergessend an sich zu reißen wünschte. Der Mond leuchtete auf ihr weißes Gesicht mit den schwarzen Strichen über den Augen und den glänzenden Augen selbst, glitt über ihre weiße Bluse, die leicht auf ihrer Brust anlag, über den Rock auf den vollen Knieen und in Ssanin ging etwas vor, als wenn er mit ihr immer weiter und weiter in ein fernes Märchenreich schwimme, und sich immer mehr von den Menschen, der Vernunft, und den vernünftigen menschlichen Gesetzen entferne.
„Wie schön ist es heute,“ sagte Karssawina sich umschauend.
„Ja, schön!“ erwiderte er leise.
Sie lachte plötzlich ...
„Aus irgend einem Grunde möchte ich den Hut ins Wasser werfen und den Zopf aufreißen,“ rief sie einem unbewußten Drang nachgebend.
„Sehr gut, tun Sie es nur!“ Ssanin sprach noch leiser.
Aber sie wurde wieder verschämt und verstummte.