XLII

— — — Herbst ... Schon Herbst ... Nun kommt der Winter, — schnell ... Wieder wird es Frühling werden, Sommer, wieder Herbst ... Winter, Frühling, Sommer ... Bis zum Ueberdruß der alte Gang! ... Und was werde ich in dieser Zeit anfangen? Das gleiche, wie jetzt!

Jurii lächelte bitter.

Im besten Fall werde ich ganz verblödet sein, werde über nichts mehr nachdenken! Und nachher kommt Alter und Tod!

Wieder zogen in endloser Reihenfolge Gedanken durch seinen Kopf: wie das Leben an ihm vorbeischlich, und daß es eigentlich gar kein hervorragendes Leben geben kann. Jedes Dasein, auch das der Größten quillt von Langeweile über, hat seine trübseligen Perioden, in denen es strichweis vorbereitet wird, in denen es zu freudlosem Ende kommt. Er erinnerte sich, wie er gewartet hatte, daß sich endlich etwas Neues, Umwälzendes ereignen würde und wie er alles, was er im Augenblick trieb, nur als interimistisch ansah, während sich dieses Vorübergehen in Wirklichkeit gleich einer Raupe auswuchs, neue und immer neue Ringe ansetzte. Nunmehr ließ sich deutlich erkennen, daß ihr grauer Schwanz dereinst im Alter und Tod verschwinden wird.

— — — Heldentaten! Alles Heldentaten! — — — Jurii preßte todestraurig die Hände zusammen. — Besser schon gleich zu enden und zu verschwinden, ohne Furcht und Qual! Nur darin kann noch ein Wert des Lebens liegen!

Tausende heroische Taten, eine grandioser als die andere, standen vor ihm auf; doch aus jeder starrte ihm ein Totenkopf entgegen.