„Und Ludmilla Nikolajewna wird Karssawina und Olga Iwanowna auffordern.“
„Wen?“ erkundigte sich Jurii wieder.
Ljalja lächelte: „Das wirst du schon sehen!“ und sie küßte geheimnisvoll vielsagend ihre Fingerspitzen.
„So? ... Nun, wollen wir sehen.“
Nowikow setzte eine zurechtgestutzte Miene auf und fügte mit unnatürlicher Gleichgültigkeit hinzu: „Die Ssanins könnte man auch mitnehmen.“
„Lyda vor allen Dingen,“ rief Ljalja, nicht, weil sie ihr gefiel, sondern weil sie von Nowikows Liebe wußte und ihm eine Freude bereiten wollte. Von ihrer eigenen Liebe war sie so entzückt, daß sie wünschte, alle Menschen um sie wären von demselben zufriedenen Glück erfüllt.
Bissig fiel Iwanow gleich nach ihr ein: „Dann wollen wir aber auch ja nicht vergessen, die Offiziere einzuladen.“
„Ganz gewiß, sie ebenfalls! Je mehr Volk, um so besser.“
Die jungen Leute traten auf die Terrasse hinaus; der Mond verbreitete eine gleichmäßige Helle und alles war in warme Stille eingehüllt.
„Oh, welche Nacht,“ sagte Ljalja, sich unmerklich an Rjäsanzew schmiegend. Er drückte ihren runden, warmen Arm mit seinem Ellenbogen fest an sich; er fühlte, wie sie wünschte, daß er noch bei ihr bleiben möge.