Grege rieb sich die Augen und schob in tiefem Nachdenken die Beine vom Lager. Er strich über die Knie, er strich über die Waden, er befühlte die heile Wunde, er befühlte seine Wange mit dem sprossenden Bart, er glitt mit beiden Händen über die Brust den Leib hinab: Er war er, kein Zweifel.

Wie klang’s?

„Ein schlechter Mann, der nicht der Erste sein will!“

Und wessen Stimme war’s?

Ja, ja, Maikka’s Stimme. Richtig. Maikka. Die

Gastfreundin. Die edle Herrin dieses Heims. Wo ist sie? Soll er nach ihr rufen?

Er sprang auf, tastete umher, erwischte eine Schnur an der Wand. Ein Ruck. In freier Nacktheit stand er im hereinfluthenden Sonnenlicht. Rasch suchte er nach seinen Kleidern. Er fand nichts als einen neuen weißen, weiten, weichen Mantel. Er ging zur nächsten Thür, im Gehen den Mantel um sich nehmend. Er öffnet und steht in einem Baderaum. Grege traut kaum seinen Augen: Zwei Dienerinnen, hübsche, junge Mädchen, wie gestern, erwarten ihn, ihm ihre Dienste schweigend zu leisten.

Nach dem Bade reichen sie ihm ein neues Gewand, bestehend aus Hemd, Wams und kurzem Beinkleid. Er fragt nach seinen alten Kleidern. Sie verneinen, sie wissen von nichts.

Nachdem er mit ihrer Hilfe angekleidet, öffnet die Eine eine Thür, die Andere geht voran, und zwischen beiden Mädchen schreitet Grege, die Sinne fast umflort wie im Traume, in das hohe Speisegemach.

Die Dienerinnen laden ihn ein, mit freundlicher Handbewegung, am gedeckten Tische Platz zu nehmen, und entfernen sich wortlos.