— Eben darum, Grege! Ist nicht das Ungewohnte das Belebende? Fühlst Du das nicht? Frag’ einmal Deine Beine! Haben sie nicht Freude am Marschiren? Sind sie nicht vergnügt, daß sie sich an Allem kräftig betheiligen dürfen, was wir unternehmen?

Grege lachte.

— Frag’ sie doch, Du eigensinniger Mensch! Und Maikka lachte mit.

Links und rechts auf der Flur tauchten arbeitende Menschen auf. Von einem eingefriedigten Weideplatz schallte Muhen und Blöken herüber. Man hörte Sensen dengeln, Leute sich zurufen, Vögel singen.

Wieder wechselte Maikka den Weg. Sie wählte einen, der, ganz mit jungen Birken umbuscht, gar still und heimlich war.

— Du, Maikka, ich habe meine Beine gefragt.

— Nun?

— Sie sind müde und hungern nach Ruhe.

— O, ihr ewigen Hungerleider! Gleich jetzt sollt ihr gefüttert werden. Die armen hungrigen Beine. Wartet, ich weiß ein Mittel.

Und sie kniete sich vor Grege nieder und bearbeitete ihm die Waden, eine nach der andern, mit beiden Händen, energisch, durch Streichen, Kneten, Drücken, Klopfen, dann preßte sie ein Knie um’s andere und schlug lachend mit der Handschneide in die Kniekehle, daß Grege einknickte.