Grege nickte traurig.

— Und aus sich heraus formen sich die Menschen ihre Heimath wieder, aus dem Gesunden und Jugendlichen stammen die Veränderungen und Verbesserungen. Mit unserem Wissen wächst unser Wesen, und wir gestalten es weiter in’s Breite und Große, in unserer Umgebung. Maikka . . .

Grege hob den Kopf, seine Augen leuchteten in blauem Feuer.

— Maikka sagte mir, daß Du noch länger bei uns bleiben und lernen willst. Es ist so schön, jung zu sein und zu lernen und zu leben, nicht wahr? Man soll die Augen nicht verschließen vor dem Fremden, denn es lehrt uns das Eigene tiefer erkennen. Und man soll sich selbst seine Zweifel sagen und sich nicht autoritätsfürchtig vor sich selber ducken, so wenig wie vor den Anderen. Hast Du strebsame Freunde daheim, die treu zu Dir stehen?

— Die muß ich mir noch schaffen.

— Schaffe sie Dir.

Grege hätte dem Patriarchen mit dem weißen Lockenhaar und den gütigen Augen und dem beredten Munde um den Hals fallen — und Vater! rufen mögen. Vater! Wem hätte er in Teuta diesen Namen geben können, geben mögen? Das ganze junge Volk dort, war’s nicht eine vaterlose Waisenbrut, im Dunkel

erzeugt, im Dunkel verloren, trotz aller künstlichen Helle und Hilfe?

— Ich hoffe Dich wieder zu sehen, Grege. Du bist mir stets willkommen. Heute Abend machen unsere jungen Leute Musik im großen Versammlungssaal und führen Tänze auf. Du bist eingeladen.

Grege sagte zu.