Wohin? Wie lange?

Ein Anfall wie tiefe Ohnmacht.

Als er wieder zu sich kam, saß er in einer bequemen Ecke, auf einem niedrigen Stuhl, und er gewahrte, daß einige Frauen in seiner Nähe sich um ihn bemüht haben mußten. Sie betrachteten ihn mit mütterlich zufriedenen Augen. Und er fand Lust und Sicherheit in diesem Blick. Er athmete breit auf, wie aus einem guten Schlaf. Gesammelt und gekräftigt. Und wie er sich umsah, war Alles so bestimmt und wie er lauschte, war Alles so deutlich.

Die Schaar der Zuhörer stand noch wie vorhin, nur die Spannung war gewichen. Frei und fröhlich leuchteten die Gesichter. Und eine andere Stimme klang von der Rednertribüne. Eine helle, jugendstarke Stimme. Eines Mannes Stimme. Wie eine Glocke, die hoch hängt und doch wie aus froher Brust tönt und Widerklang in allen Seelen weckt.

Grege erhob sich, um besser zu sehen. Richtig, ein prächtiges Bild von einem Mann. Grege staunte, freudig überrascht.

— Die Besprechungen haben begonnen, belehrte ihn sein Nachbar. Es würden sich heute noch Viele zum Worte melden. Das Thema sei auch fesselnd wie

kein anderes, und Jeder habe da etwas Besonderes aus eigener Auffassung beizutragen.

Und Grege folgte dem Sprecher mit wachsendem Genuß. Kein Satz entging ihm. Er glaubte niemals eine öffentliche Rede so leicht verstanden zu haben.

Manches kam drollig heraus in urwüchsiger Derbheit und wurde belacht wie ein guter Witz.

Jetzt wieder, und Grege lachte mit.