— Wieder schlecht gerathen, Gentleman. An Teuta selbst. Auf diplomatische Einmischung. Die Diplomatie von Teuta kam dem Liebhaber auf die Schliche. Das Weib war eine Staatsperson und stand offenbar auch mit einem jungen Diplomaten des Landes in zarten Beziehungen. Der Rundkopf, der sich weniger begünstigt glaubte, suchte sich mit einem guten Geschäft zu revanchiren. So mag’s wenigstens sein. Der junge Diplomat zerschlug den Handel und brachte seinen Schatz wieder heim. Versprach dafür dem Königlich-Kaiserlichen gelegentlich zur Entschädigung selbst etwas Geeigneteres zu liefern. Aber die lachhafteste Seite der Sache, Gentleman, die errathet Ihr auch nicht. Ganz Angelland wälzte sich acht Tage lang in diesem Spaß, trotz der ernsten Zeiten. Wahrhaftig, die Zeiten

sind ernst, auch ohne den neuen Polizeipräsidenten. Wir werden nächstens nun doch mit den Amerikanos zusammen ein Hühnchen pflücken und ihnen ein Pflaster in die Visage kleben müssen, Gentleman.

— Nun, die lachhafteste Seite? Kommt zu Ende!

— Ja so. Gut. Der junge Diplomat erklärte, Teuta werde den Angelos den Krieg erklären, wenn sich die Rückgabe des Teutaweibes nicht schleunigst abwickelt. Krieg mit Teuta, Gentleman, seht Ihr das Bild? Teuta gegen Angelland! Ja, die Zeiten sind lachhaft in ihrem Ernst. Wie gefällt Euch die Historie?

— Sie ist köstlich. Wißt Ihr nicht den Namen des Weibes? fragte Grege etwas dringender.

— Natürlich. Alles hat Spottlieder darauf gesungen. Zala hieß es, Gentleman.

— Jala, vielleicht Jala, besinnt Euch.

— Diesmal mögt Ihr Recht haben, Gentleman. Uebrigens Zala oder Jala, das ändert nichts am Spaß.

— Wahrhaftig nicht.

Grege erhob sich, rieb sich mit etwas krampfhafter Lustigkeit die Hände: — Ich dank’ Euch für die feine Geschichte. Man kann daraus lernen. Sie hat mir ordentlich Appetit gemacht.