Und Willem Mom immer vorwärts, keuchend, mit offenem Munde, mit stechenden Blicken die Finsterniß
durchbohrend, um ohne Umweg die Buchtung zu finden, von der aus der kürzeste Pfad durch einen Düneneinschnitt in die Siedlung und zu seiner Hütte zu gewinnen war. Mit starken Armen hielt er die schlanke Gestalt umfangen. Er fühlte ihre Brüste an seiner rechten Wange, wärmer und wärmer, und plötzlich war ihm als höbe sich ihr herabhängender Arm und suche sich um seinen Hals zu legen.
— Recht so! rief er mit stoßendem Athem. Halte Dich fest, ich bin stark.
Aber da that er einen Fehltritt, kam in eine Senkung und stürzte mit seiner Last zu Boden.
Mit schwerem Druck kam er auf das Weib zu liegen, das er im Schreck noch gewaltsamer an sich preßte.
Wie aus schmerzhafter Empfindung entrang sich der Brust des Weibes der erste Laut, der wie ‚Grege‘ klang.
— Grege! Du thust mir weh! seufzte die zarte Stimme.
— Sie lebt, sie spricht! jubelte Willem Mom und bemühte sich mit äußerster Anstrengung, im weichenden Sande sich aufzurichten.
— Was beginnst Du da? schrie Fix, der ihn nun eingeholt hatte. Ganz Leidenschaft, schwang er drohend den Stab. Willem Mom saß auf der Böschung, das Weib auf sein Knie ziehend.
— Alles gewonnen, Fix, sie lebt, sie lebt. Siehst Du? rief er fröhlich. Und der Schweiß perlte ihm von den Schläfen und tropfte auf die weiche weibliche Hand, die auf seiner Schulter ruhte.