Zwei Stunden später.

Ich kann nicht schlafen. Es ist eine so warme, schwüle Nacht.

Ich bin wieder aufgestanden und sitze im Nachthemd am offenen Fenster. Kein Mondstrahl durchbricht das Dunkel; der Himmel hängt wie eine große, grauschwarze Glocke über der Erde.

Nirgends ein heller Schein.

Ist diese dunkle, schwüle Nacht das Abbild meines Lebens – meiner Zukunft? — —


Mutter! Meine liebe tote Mutter, woher plötzlich der Gedanke an dich! Bist du mir nah?

Wenn du es bist, o, so gib mir ein Zeichen von deiner Nähe; sage mir, daß du bei mir bist und mich leitest. —

Ich war dir ein schlechtes, liebloses Kind, ich fühle es.

Gedankenlos ging ich neben dir – gedankenlos und ohne rechtes Verständnis nahm ich dein frühes Scheiden.