Und doch hast du so viel um mich gelitten.
Ach, Mutter, hätte ich dich jetzt, du würdest mir helfen und raten. – Mutter, komm zu mir, ich brauche dich, nie brauchte ich eine liebende Hand nötiger. Ich fühle, etwas Schreckliches steht vor mir und droht, sich auf mich zu stürzen.
Mutter, hilf mir! — — — —
Noch einmal habe ich versucht, zu schlafen, ich kann es nicht. Der Morgen dämmert schon im Osten, und noch fand ich keinen Schlaf. – Auch mein kleiner Freund findet keine Ruhe. Oder ist es nur meine Aufregung, die sich ihm mitteilt?
Sonst liegt er die ganze Nacht still in seinem Körbchen, und jetzt läuft er ruhelos umher und heult zuweilen so seltsam schauerlich. Ich glaube, ich fürchte mich.
Aber wovor?
Ich wünschte, ich wäre anders geartet; wäre gleichgültiger, dann könnte ich ruhig schlafen und säße nicht um vier Uhr morgens am Fenster meines Schlafzimmers und starrte mit brennenden, übernächtigen Augen in den langsam heraufsteigenden Tag. —
Mein Traum, mein Traum; sollte das seine Lösung sein? Stehe ich jetzt vielleicht vor der endlosen Wasserwüste, die mir mein Alles verschlungen hat? —
Ich fürchte, ich bin krank, sonst würde ich mich nicht so entsetzlich ängstigen – um ein Nichts vielleicht.