In meinen Schmerz und in meine Trauer drängt sich gewaltsam die Sorge ums tägliche Brot. —


Als ich heute Herrn Rehm meinen Wunsch andeutete, daß ich so gern nach drüben an das Grab meines Gatten möchte, macht er mir einen Vorschlag, der mir zuerst ganz ungeheuerlich, bei längerem Nachdenken aber gar nicht so übel erscheint.

Er meint, ich solle bei der Kompanie als Stewardeß fahren. —

Ein verlockender Vorschlag.

Ich komme umsonst an das Ziel meiner Wünsche, und wenn es mir auf dem Schiff nicht gefällt, so kann ich zu jeder Zeit wieder abgehen; eine passende Stelle wird sich finden.

Ein unangenehmes Gefühl beschleicht mich zwar, wenn ich an New York denke, doch die Verlockung ist zu groß. Und bin ich jetzt nicht gefeit gegen alles?

Ein Fall wie der im vergangenen Jahre bei meiner Ausreise kann mir nicht wieder passieren. — —

Nur meine Jugend! Werde ich einem so verantwortungsvollen Posten gewachsen sein? — —