Ich muß für mich selbst denken und handeln, ich muß das Andenken meines Mannes ehren.
Mittwoch sind wir in New York, an seinem Grabe werde ich beten. Nicht zu Gott, dem Unsichtbaren, der mich bisher immer verlassen, nein, zu ihm, zu Werner, zu meinem Retter. — —
Gestern war ich endlich bei ihm.
Sie haben ihn schön gebettet, und noch waren die Schleifen und Kränze nicht zerstört, die man ihm von allen Seiten dargebracht hatte.
Lange habe ich an seinem Grabe gekniet und leise Zwiesprache mit ihm gehalten. Er hat mich gehört und verstanden.
Mir war ganz anders zu Sinn, so froh, so voller Zuversicht ging ich auf den Weg.
Er wird mir beistehen, sein Geist wird um mich sein. — —
Wir haben nicht viel Passagiere, ich bin also nicht sehr beschäftigt. Ich bin froh, daß die Tage in New York vorüber sind, ich hatte doch immer noch etwas Furcht, obgleich es ja Unsinn ist. —