»Das ist mir einerlei, und wenn ich im Rauchzimmer auf dem Sofa schlafen soll, ich komme schon mit.«

Es kamen Passagiere, und ich lief durch den Salon, unwillkürlich das lange, flache Kästchen, das Mr. Siegel mir in die Hand gedrückt hatte, unter der Schürze verbergend.

Ich lief in mein Zimmer; ich war neugierig, was es war.

Eine wunderhübsche kleine Tasche aus rötlichem Leder mit altsilbernen Beschlägen – so wie sie die Damen in Amerika statt des Portemonnaies tragen, war in dem Kasten. Wunderhübsch! Ja, aber – warum habe ich es angenommen? Ich darf das Ding doch nicht behalten, auf keinen Fall! Und wie kommt dieser Mensch dazu, mir ein solches Geschenk zu machen? Ob er die Tasche an Bord gekauft hat? Oder drüben?

Einerlei, was geht es mich an. Sofort morgen früh werde ich mich erkundigen, wo er wohnt, und werde ihm die Tasche durch seinen Zimmersteward wieder zurückgeben lassen.

Schade! Sie ist reizend! — — — —


Ich war noch ein Stündchen auf Deck. Ach, es ist wundervoll.

Allein mit der Natur! Gibt es etwas Erfrischenderes als diese herbe, kräftige Seeluft? Wenn man barhäuptig dasteht und sich anblasen läßt?

Ich fühle mich dann wie ein Mann, stark, kräftig, unternehmungslustig. Ach ja, ein Mann! Ich möchte ein Mann sein. Ein Seemann!