Als ich nun vorhin von der alten Dame kam, stand Mr. Siegel vor dem Salon und wartete.

Er fragte sofort, warum ich ihm aus dem Wege gehe.

Er scheint ziemlich gerade auf sein Ziel los zu steuern.

Ich sagte ihm, daß ich mich nicht entsinnen könne, ihm aus dem Wege gegangen zu sein, ich wüßte aber auch nicht, daß es zu meinen Pflichten gehöre, mich mit den Herren zu beschäftigen. — —

»Sie wissen ganz genau, was ich von Ihnen will. Sie wissen, daß ich Sie suche vom ersten Tage an. Sie müßten kein Weib sein, wenn Sie das nicht bemerkt hätten.«

»Und wenn ich es bemerkt hätte? Was dann?«

»Dann müssen Sie einen Grund haben, mir auszuweichen. Bin ich Ihnen unsympathisch?«

»Das weiß ich nicht! Darüber nachzudenken hatte ich keine Gelegenheit. Im übrigen kann es Ihnen ja auch gleichgültig sein, ob ich Sie gern oder weniger gern mag. In einigen Tagen sind wir in Europa, dann gehen Sie fort und denken nicht mehr an uns hier. Und für uns kommen andere Passagiere, so daß auch wir nicht mehr lange über die Fortgegangenen nachdenken können.«

»Ich werde aber an Sie denken! Und damit auch Sie mich nicht so rasch vergessen, gebe ich Ihnen hier ein kleines Andenken. In zwei Monaten komme ich zurück, ich hatte eigentlich schon einen Platz auf dem »Moltke« belegt, aber das mache ich sofort rückgängig. Ich fahre wieder mit diesem Dampfer.«

»Das wird wahrscheinlich nichts werden; wir sind ausverkauft bis zum Herbst hinein.«