Die Mutter ist in New York und erwartet dort ihren Liebling.

Eine ältere Dame brachte das Kind in Southampton an Bord. Ich habe sehr viel zu tun, jede freie Minute muß ich dem Kinde widmen. Es ist nur gut, daß wir nach drüben zu jetzt nicht so viel Passagiere haben, so bleibt mir doch etwas mehr Zeit für die Kleine. —


Tagsüber setze ich die Kleine oft ein Stündchen in den Damensalon. Die Damen beschäftigen sich dann alle gern ein wenig mit ihr, und ich kann in dieser Zeit etwas anderes erledigen. Auch ein Herr ist zwischen den Passagieren, der sich oft eine ganze Weile mit dem Kinde beschäftigt.

So nett und lieb spielt er mit ihm, wie ich es einem Manne gar nicht zugetraut hätte. Heute Nachmittag habe ich ihm eine Zeitlang zugesehen, ohne daß er mich bemerkte. —

Mir kam Werner in den Sinn. Wie schön, wenn mir dieses Glück beschieden gewesen wäre. —

Vorbei – für mich scheint kein ruhiges Glück im Schoße der Zeit zu harren. —


Heute morgen um zehn Uhr waren wir bei Sandy Hook Feuerschiff und sollten schon gegen zwölf Uhr am Pier in Hoboken sein.

Aber es wurde nachmittags zwei Uhr, ehe wir anlegten. Wie auf Bestellung kam ein Nebel, dick wie ein Londoner Novembernebel.