Der Rechtsanwalt ist diese Reise wieder hier.

Er kam gleich auf mich zu, als die Passagiere ankamen, und schien sich wirklich zu freuen.

Es kann ja sein, daß er ein ganz guter Mensch ist und absolut nichts Böses mit mir im Sinne hat, aber nach meiner schlimmen Erfahrung von damals sehe ich beinahe in jedem männlichen Wesen einen Schuft. —

Wir haben auch schon wieder allerlei Passagiere nach drüben zu, da die Heimkehr der Vergnügungsreisenden bereits wieder einsetzt. —


Abends elf Uhr.

Ich habe wieder einmal ein Stündchen auf meinem Lieblingsplätzchen gesessen. Wir haben so wunderbar schönes, klares Wetter, daß man meint, die hellen, leichten Wölkchen, die da und dort eilend am Himmel hinziehen, wären von der Hand eines gottbegnadeten Künstlers auf diesen durchsichtigen Hintergrund gemalt.

Mit sehnsüchtigen Blicken folgen ihnen meine Augen.

Was drängt und treibt in meiner Brust? Wo liegt für mich die Zukunft? Die Zukunft und das Glück?

Wenn ich nur nicht mehr so gar jung wäre! Wie ruhig und zufrieden ist meine Kollegin, sie freut sich, wenn sie so viel verdient, daß sie gut für ihre Kinder sorgen kann, weiter gehen ihre Wünsche nicht. Wäre ich wenigstens vierzig Jahre alt. Vierzig Jahre! Eine lange Wegstrecke liegt vor mir bis dahin. Werde ich sie allein zurücklegen oder –?