Mr. Turner ist wieder wohlauf. Zuerst schien es ihm ein wenig peinlich zu sein, daß ich ihn in dieser Verfassung gesehen, aber am zweiten Tage hatte er sein ganzes Selbstbewußtsein wiedergefunden. Er läßt nicht nach mit Bitten, einen Tag mit ihm auszugehen. —
Frau Martens, meine Kollegin, will mich begleiten, und außerdem will unser Kapellmeister, der ein Landsmann von Frau Martens ist, auch noch mit.
Er sagte zwar zu mir: »Wenn der Mensch etwas Böses im Schilde führt, nützt unsere Begleitung auch nichts. Wenn er mit Ihnen allein sein will, braucht er bloß einen Schutzmann anzurufen und ihm zu sagen, daß wir ihn belästigen, und sofort werden wir beide mitgenommen. Der Rechtsanwalt gibt seine Adresse an, und der ehrenwerte Hüter des Gesetzes weiß, daß er am anderen Tage ein schönes Geschäft macht. —
Uns beide lassen sie nach einigen Stunden laufen, sie haben sich dann eben geirrt.« —
Ja, ja, in Amerika wird alles gemacht. — —
Wir gehen doch! Der Kapellmeister ist schon öfter in Coney Island gewesen und sagt, es sei sehr interessant. Und ich möchte zu gern mal hin. Seit ich hier an Bord bin, war ich noch nicht ein einziges Mal an Land, außer auf dem Kirchhof. Auch da will ich hin in diesen Tagen. Ich muß zu Werner, um in seiner Nähe meine Gefühle zu prüfen. Ich bin über mich selbst in Unruhe.
Acht Monate sind es her, seit Werner tot ist; ich dachte damals, ich würde nie wieder lachen können, würde nie wieder an ein Vergnügen denken, und jetzt?
Ich schäme mich manchmal meiner selbst. —