Warum beunruhigt mich dieser Mann so mit seinen Blumen?

Eine leichtsinnige Tändelei sieht ihm nicht ähnlich.

Dieser breitschultrige, kräftige Mann mit den scharfen Zügen hat mir nicht den Eindruck gemacht, als ob er seine Zeit mit Nichtigkeiten hinbrächte.

Wäre es doch schon Mittwoch! Die Tasche habe ich noch nicht ein einziges Mal gebraucht, wann sollte ich auch? Noch bin ich in Trauer um meinen Gatten, und meine schwarzen Kleider vertragen keine so prunkvollen Beigaben. — —


Morgen fahren wir ab. Ich bin in einer Unruhe, für die ich mir selbst am liebsten die Erklärung schuldig bliebe.

Ich kann nicht sagen, daß ich mich glücklich fühle, im Gegenteil, mir ist ganz miserabel zumute. --

Ich habe mir die Passagierliste beim Obersteward durchgesehen, sein Name ist nicht darin. —

Aber was geht es schließlich auch mich an, mit welchem Schiff Mr. C. W. Siegel aus Chikago nach Hause fährt.

Kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten, Lotte, und schäme dich! Jawohl, schäme dich! Schreib' es ruhig nieder, damit du es schwarz auf weiß vor dir hast. Gefällt es dir? Ganz ohne beschönigendes Mäntelchen? Denkst schon wieder an einen Mann und läßt dich durch den Gedanken an ihn beunruhigen, noch ehe dein Gatte ein Jahr tot ist!