Um die Wahrheit zu sagen – ich hatte es erwartet. Es wäre widersinnig gewesen, wenn er mich nicht gesucht hätte. —

Die Rosengaben wären dann nur einer Laune entsprungen, und danach sieht er mir nicht aus. —

Als ich die Treppe zum Bootsdeck heraufkam, war ich vom Licht noch etwas geblendet und konnte die dunkle Gestalt an der Ecke des Skylights nicht gleich entdecken. —

»Guten Abend, Frau Lotti,« scholl eine gedämpfte Stimme aus dem Halbdunkel.

Ich war im Augenblick doch etwas erschrocken.

»Oh! Sie sind es, Mr. Siegel! Wie geht es Ihnen?«

»Ausgezeichnet! Und Ihnen? Haben Sie zuweilen an mich gedacht?«

»Dafür haben Sie ja gesorgt. Ich muß mich wohl bedanken für die schönen Blumen – aber – warum haben Sie das getan? Warum —«.

»Warum? Das fragen Sie noch? Aber ich will es Ihnen erklären, wenn es einer Erklärung bedarf, wenn Ihnen Ihr Herz nicht selbst die Antwort gibt. Sagen Sie mir die Wahrheit, Frau Lotti, muß ich Ihnen wirklich mein Tun mit dürren Worten erklären?«

Ich wurde über und über rot, es war gut, daß es dunkel war, so sah er meine Verlegenheit nicht. Ich wußte nicht, was ich ihm antworten sollte.