Der alte Thomas, der schon seit Jahren meines Gatten rechte Hand ist, bespricht alles mit mir. Und nur wenn etwas ganz besonders Wichtiges vorliegt, müssen wir erst seinen Rat einholen.
Aber wir sorgen schon dafür, daß es keine aufregenden Sachen sind, die wir mit ihm besprechen. —
Oft sagt mein Mann zu mir: »Du hast mich schon gar nicht mehr nötig, Liebling. Du bist so entschlossen und umsichtig, wie nur je ein Mann es sein könnte.«
Das macht mich stolz. Es erfüllt mich mit ungeahnter Befriedigung, daß ich meine Kräfte so entfalten kann. Daß ich diesem Manne, der mich genommen, ohne viel zu fragen, einen Teil der Schuld abtragen kann.
Nun muß ich die Geschäfte Thomas überlassen und mich ganz meinem Manne widmen. Werde ich ihn mir erhalten? Er ist sehr krank.
Meine Lou, mein liebes, gutes Kind; sie ist mir ein rechter Trost in diesen schweren Tagen.
Wie liebt sie ihren Vater! Sie weicht kaum von seinem Lager. Ich hätte dem kleinen, lustigen Vogel gar nicht so viel tiefes Gefühl zugetraut. —