Der Ärmste, er hat in seiner Jugend zu viel gearbeitet und entbehrt.

Ich bin jetzt ganz gefaßt und zeige meinem Manne immer ein fröhliches Gesicht; er darf nicht ahnen, wie es um ihn steht.

Ob er wirklich nichts ahnt? – Seine sonderbaren Reden machen mich manchmal stutzig.

»Du hast mich sehr glücklich gemacht, Liebling,« sagte er kürzlich zu mir.

»Tu' ich es denn jetzt nicht mehr, Liebster?« fragte ich scherzend.

»Immer! Aber wenn ich einmal von dir gehen sollte, Lotti, wirst du mich auch nicht so bald vergessen?«

»Ich dich vergessen? Wie redest du nur? Du bleibst noch lange bei uns. Denk' an Lou! An deine Lou! Du mußt noch bei uns bleiben! Hörst du?«

Tränen liefen mir über die Wangen, und auch ihm verging vor Rührung die Stimme. »Wie gerne möchte ich! Und doch, kann ich nicht ohne Sorge gehen? Ruht nicht mein Lebenswerk in guten Händen? Du bist ein ganzer Mensch geworden, meine Lotti.«

»Du warst mein Lehrer, ich war in guten Händen.«