Könnte ich ebenso sagen von dem, was früher geschah! — — —


Heute waren wir zusammen im Wald. Lou suchte Blumen, und wir beide waren allein unter dem grünen Gewölbe.

Die Luft schien geschwängert mit Wohlgerüchen, und die Ruhe, die uns umgab, hob uns über den Alltag hinaus.

»Gibt es etwas Schöneres als unseren deutschen Wald?« sagte mein Mann sinnend, nachdem er eine Weile regungslos den Blick nach oben gewandt hatte.

Mir traten die Tränen in die Augen. Wer wußte es besser als ich, wie schön er war. Mit einem Schlage stand alles vor mir. Das Forsthaus, die Großeltern, die dunkeln Tannen, alles, alles!

»Ich möchte im deutschen Walde ruhen, wenn ich einmal nicht mehr bin, Lottchen. Versprich mir, daß du mir hier oder in der Heimat ein schönes Plätzchen unter den rauschenden Tannen aussuchen willst,« fuhr er fort.

»Sprich nicht immer vom Sterben, Liebster,« sagte ich schluchzend.

»Weine nicht, Lotti. Ich will nicht mehr davon sprechen, wenn es dich aufregt. Nur versprich mir, daß du mir meinen Wunsch erfüllen willst. Willst du, Liebling?«

»Ich verspreche es dir. Du sollst unter den schönsten Tannen schlafen, die unser deutscher Hochwald hat,« sagte ich feierlich.