Ist er nicht ganz natürlich dieser Wunsch nach einem stillen, einsamen Ruheplätzchen, wenn man ein so arbeitsreiches, unruhiges Leben hinter sich hat? —
Nun haben wir ihn gebettet. Nichts wird ihn stören als der Schrei eines Nachtvogels oder das Brüllen der Hirsche in ihrer Kampfzeit.
Die Vögel in den Zweigen singen ihm das Schlummerlied. Ihm ist wohl, für uns ist es hart. Wer sich zu der Religion flüchten kann mit seinem Schmerz, der ist wohl daran.
Ach, ich beneide mein Kind, das voller Inbrunst und Hingebung am Grabe des geliebten Vaters betet.
Nun ist wieder Ruhe um mich her.
Wir bleiben noch einige Tage hier bei den Großeltern.
Lou würde am liebsten immer hier bleiben, hier, bei dem toten Vater und bei den lieben alten Leuten.
Nur mir wühlt die Unruhe im Blut.
Eine Aussprache ist unvermeidlich, und ich – ich fürchte sie.