»Wie alt? Ich bin schon sehr alt! Geboren bin ich im Juni 1872.«

»Achtzehnhundertzweiundsiebzig,« murmelte er und stützte sich schwer auf die Lehne seines Sessels.

Dann ruhten seine Augen einige Minuten forschend auf meinem Gesicht.

»Ihr Wunsch ist Ihnen erfüllt. Suchen Sie sich den schönsten Platz aus, gnädige Frau – oder darf ich »liebes Kind« sagen? Sie sind doch die Enkelin meines alten, treuen Ruhland....... Ich werde mich bei der Beerdigung Ihres Gatten vertreten lassen.«

Er reichte mir die Hand, und ich drückte dankbar meine Lippen darauf. Ein sonderbares Gefühl arbeitete in mir. Ich hatte ihn hassen wollen. Und nun? Dieser Mann war nicht schlecht, er hatte im jugendlichen Leichtsinn gesündigt. — —

Und jetzt war er nicht glücklich.

Kronen drücken schwer. — — —


»Die Schrulle eines Millionärs« nennen sie hier den Wunsch meines Gatten.

Mein lieber, einfacher Mann. Kann ein Mensch anspruchsloser sein? Er beanspruchte so wenig für sich von seinem Reichtum.