Ich habe an Rudolph Schönewald geschrieben und ihn ersucht, mir Zeit und Ort anzugeben, wo ich mein Kind in Empfang nehmen kann, um es mit nach Amerika zu nehmen. —

Wer mir gesagt hätte, daß ich noch einmal an diesen Mann schreiben würde! Ich versuche vergebens, mir sein Bild ins Gedächtnis zurückzurufen.

Weit, weit ab, in fernem, undurchdringlichem Nebel liegen jene heißen, schwülen Tage, in denen zuerst meine Sinne erwacht. —

Nichts regt sich mehr in mir, was für diesen Mann spricht. Nur ein Gefühl der Genugtuung beschleicht mich bei dem Gedanken, ihm wehe zu tun. —

Er wird den Knaben liebgewonnen haben. Er wird ihn mir nicht geben wollen. Aber er muß! Das Recht ist auf meiner Seite.

Und wäre es nicht so, dann würde ich mich nicht scheuen, noch einmal die Hilfe des Herzogs in Anspruch zu nehmen. — —


Was ist es, das mich so rastlos macht, seit ich den Brief geschrieben?

Ist es die Sehnsucht nach dem Kinde, das ich nicht kenne?