Nun ist er da!
Mein Junge! Mein großer, schöner Junge! Ach, ich bin doch glücklich. So hatte ich ihn mir nicht vorgestellt, so groß und hübsch. Ein rechter Herr schon!
Ach, und gottlob nichts, aber auch gar nichts von dem, was ich gefürchtet. Sein Aussehen ruft mir keine unangenehmen Erinnerungen wach. Dunkelbraunes Haar, schöne Nase, etwas gebogen, und prächtige, dunkle Augen.
Aber so scheu, so ungelenk ist der große Bursche, immer und immer wieder guckt er sich die neue Mutter an. —
Ich war ganz aufgeregt. Ich habe gelacht und geweint, und all meine Ruhe war verflogen. Hätte ich ihn doch schon früher gehabt, meinen Jungen! Wird er sich jetzt noch an mich gewöhnen?
Früher? Aber ich vergesse ja ganz, daß mein Mann von der Existenz dieses Kindes gar nichts hätte wissen dürfen.
So war es also gerade die rechte Zeit. —
Ja, ja, ich finde mich durch mein eigenes Leben bald nicht mehr hindurch.
Morgen reisen wir ab. Ich freue mich diesmal sehr auf die Reise.