Ich habe eine lange Pause in meinen Aufzeichnungen gemacht. Monate sind seitdem vergangen, nun bin ich mit Konrad im Westen.
Ich freue mich über meinen Entschluß, hier geht das Herz des Jungen so recht auf. —
Heimweh und Fremdheit sind verschwunden, das Kind hat sich zur Mutter gefunden.
Wenn wir abends nach stundenlangem Umherstreifen müde und hungrig in unser Blockhaus kommen, wo uns ein einfaches, aber leckeres Mahl erwartet, dann sind wir so glücklich, daß wir mit keinem Könige tauschen möchten.
Am meisten freut sich Konrad über die schöne Büchse, die ich ihm geschenkt. Er ist schon so geübt und ein so passionierter Jäger, daß ich manchmal glaube, er würde am liebsten immer hier bleiben. Aber das geht nicht. Chikago bleibt vorläufig die Hauptsache.
Nur manchmal einige Wochen der Erholung hier im Westen, das will ich ihm versprechen. —
Ein Jahr ist Konrad nun schon bei uns, und, Gott sei Dank, er scheint nicht mehr nach Hause zu denken, wenigstens sagt er nie etwas davon.
Wir kommen sehr gut miteinander aus. Natürlich ist das Verhältnis nicht so, wie zwischen mir und Lou, das kann ich auch nicht verlangen, aber ich darf zufrieden sein. — —