Meine Befürchtungen waren nicht unbegründet.
Und der Herr Oberst oder vielmehr seine Gattin scheinen mit den Wünschen des jungen Offiziers vertraut zu sein.
Schon als er Lou den Arm bot, um sie zu Tisch zu führen, sah ich, wie es in ihren Augen aufleuchtete. Bei Tisch konnte ich wenig von ihr sehen; da mich der Oberst zu Tisch geführt, war ich ziemlich weit von ihr entfernt. Als aber die Tafel aufgehoben war, und ich sie zuerst wiedersah, da strahlten ihre großen Augen wie zwei Sonnen.
Glückliches Kind! — —
Ich kam einen Augenblick in Versuchung, den Leuten da zuzurufen, wen sie als hochgeehrten Gast hier in ihrer Mitte hatten. —
Schrecklich! Daß mir in den schönsten Augenblicken meines Lebens immer wieder diese Gedanken kommen.
Es ist wie ein unerträglicher Zwang. — —
Lou schläft noch, doch ich sitze schon seit Stunden hier am Fenster. Wir wollen mit Schluß dieser Woche abreisen. Einen Platz auf dem Dampfer habe ich bestellt, wir werden uns aber erst in Cherbourg einschiffen, um vorher noch ein oder zwei Tage für Paris zu haben. —