Doch schon zu spät!

Als Lou erwachte, flüsterte sie mir verschämt ins Ohr, daß Oberleutnant Foltmer mir heut' früh einen Besuch machen wolle. —

Also doch! Und so rasch!

Das lag nicht in meiner Berechnung.

Soll ich alles widerstandslos gehen lassen, wie es will, oder soll ich ihn gar nicht empfangen?

Doch nein, das darf ich nicht tun. Will ich denn nicht das Glück meines Lieblings? Darf ich es ihr wehren, wenn sie es an der Seite dieses Mannes zu finden hofft?

Ich werde mich eines Tages damit abfinden müssen, daß sie von mir geht. Nicht für uns erziehen wir unsere Kinder. —

Aber es ist trotzdem so schwer, auch wenn ich es mir täglich vorsage.

Ich will mich nicht unnütz quälen, ich will abwarten, was mir der Oberleutnant zu sagen hat.

Es wäre ja immerhin möglich, daß ich mich irre.