Und doch – Lou war sonst so ganz anders.

Das Kindliche, das harmlos Fröhliche ist verschwunden, das Weib in ihr ist erwacht.

Ich werde trotz alledem sehr vorsichtig sein. Ich werde mich nicht überrumpeln lassen. Ich muß wissen, ob der Charakter dieses Mannes Garantien bietet.

Ist es nicht auch möglich, daß die überseeischen Reichtümer ihn locken? Man sagt, daß Offiziere viel Geld gebrauchen können. — —


Meine Lou ist so glücklich, anscheinend ist der Oberleutnant ein tüchtiger Mann; er ist selbst sehr wohlhabend, da fällt wohl von selbst der Gedanke fort, ihn für einen Mitgiftjäger zu halten.

Er ist der Sohn eines Großindustriellen, der erst neuerdings geadelt worden ist.

Ich freue mich, daß er aus denselben Kreisen stammt wie Lou; es paßt besser als wenn er der Abkömmling irgendeines verarmten, feudalen Geschlechts wäre, um nun mit den Millionen seiner Frau sein Wappen neu zu vergolden.

Nur daß ich mein Kind in Deutschland lassen soll, das wird mir schwer.

Ob Foltmer gern Soldat ist? Ob er sich vielleicht entschließen könnte, die glänzende Uniform auszuziehen?