Aber da war ich unerbittlich. Ein Jahr müssen sie noch warten.
Es wäre überhaupt mein größter Wunsch, daß Foltmer erst einmal zu uns nach Chikago käme, vielleicht ließe er sich dann dazu bewegen, seinen Abschied zu nehmen.
Wir werden sehen. — — – Nach einem kleinen Abstecher in die Heimat zu den Großeltern wollen wir am 28. Oktober mit dem »Kaiser Wilhelm« wieder nach New York. — —
Es ist wie ein Verhängnis auf dieser Reise. Nicht allein, daß mein Liebling, meine Lou, mich verlassen will, hat sich jetzt auch Konrad noch verlobt. Und gerade jetzt, wo ich mich so gefreut habe über seine Heimkehr.
Eigentlich habe ich mir schon in Deutschland Gedanken gemacht über Konrads Sehnsucht nach Amerika, die mir, offen gestanden, etwas unnatürlich war – nun habe ich die Erklärung dafür. —
Helen Curtis war der Magnet. Helen, das Töchterchen meines alten Freundes. —
So leid es mir einerseits tut, daß ich den Jungen, den ich so spät erst gefunden, nun schon wieder an eine andere verlieren soll, so sage ich mir doch auch, daß es sich gar nicht glücklicher hätte gestalten können.
Schon damals, als Konrad im Hause des Doktors gewesen ist, haben sich die ersten Anzeichen der jungen, knospenden Liebe bemerkbar gemacht.
Im vergangenen Jahre, ehe er nach Deutschland fuhr, um seiner Militärpflicht zu genügen, war er noch einige Tage als Gast am Madison Square, und schon damals haben die beiden sich ausgesprochen.