Herbert meint, es wäre möglich, daß wir beide mit zur Großtante reisten, aber es sei besser, daß wir uns sofort trauen ließen, dann könne der Onkel nichts mehr daran ändern.

Wenn wir nicht gleich mit dem Onkel gehen, dann wollen wir aber später einige Wochen zu ihm und der Tante. —

Und nächstes Jahr kann ich schon wieder nach Deutschland zu Besuch. —


Herbert hat mich gebeten, dem Kapitän nichts von unserem Plan zu erzählen. Es wäre ihm vielleicht nicht recht, weil ich noch so jung sei, und weil er doch den Großeltern versprochen habe, auf mich zu achten.

Ich werde es ihm nicht sagen, ich sehe ihn ja auch so selten. – Ich quäle mich immer mit dem Gedanken, daß ich Herbert doch meinen Fehltritt sagen müßte. Ich warte immer auf einen günstigen Augenblick. Wenn ich einmal längere Zeit ganz allein mit ihm wäre, dann hätte ich den Mut. Aber hier am Schiff ist man ja nie allein. —

Ob ich Herbert liebe, weiß ich wirklich nicht. Manchmal glaube ich es ja, aber trotzdem – wenn er jetzt plötzlich von mir gehen würde, ich glaube kaum, daß es besonders wehe tät'. —

Es ist vielleicht gut so. — —


Morgen sind wir dort. Eben sagte mir der Kapitän im Vorübergehen, daß wir morgen früh 10 Uhr am Pier in Hoboken sind.