Dann hat er sich zu uns gesetzt. Wie bin ich glücklich! Wie ist es gut, daß ich ihn gebeten habe. Der ist klug und kennt die hiesigen Verhältnisse. Er spricht ganz nett Deutsch, da seine Eltern geborene Deutsche sind.
Er sagt, auf geradem Wege, mit der Polizei, sei gar nichts zu machen. Wir müßten überhaupt äußerst vorsichtig sein. Wendeten wir uns an die Polizei, so bekomme die Rottmann sofort einen Wink, und wenn dann die Polizei offiziell ins Haus komme, sei ich verschwunden.
Entweder würde ich versteckt oder ich sei schon an ein anderes Haus verschickt, was noch viel schlimmer sei. Denn dieses Haus hier am Broadway sei noch eines der besten.
Herr Werner, mein neuer Freund, fragte, ob ich nicht herauszukaufen sei. Da meinte der Doktor, auch das habe wenig Aussicht.
Erstens würde sie einen unverschämten Preis fordern, und zweitens sei noch die Frage, ob sie es überhaupt tue.
Ich verdiene ihr vorläufig doch ein gutes Stück Geld, und so sehr junge Mädchen bekäme sie auch nicht alle Tage. — —
Aber er hat doch einen Plan. Sie wollen mich entführen. —
Wenn Herr Werner jetzt wieder kommt, will er all sein Geld mitbringen, das er auf der Sparkasse hat. Aber es soll nicht für die Rottmann, sondern zu andern Zwecken verwendet werden.
Geld müßten wir in Händen haben, sonst sei nichts zu machen.
Der Doktor will alles besorgen in der Zeit, da Werner fort ist, und er will währenddem auch noch einige Male wiederkommen.