Wie könnt' ich glücklich sein, wenn – ja wenn die bösen Gedanken nicht wären.

Ein jedes Vergehen trägt die Strafe gleich in sich – habe ich einmal irgendwo gelesen. Wie wahr das ist, das fühle ich jetzt nur zu gut. Ich bin bestraft durch die fortwährende Angst, daß Werner auch das noch erfahren könnte.

Ich machte eine kleine Andeutung, daß ich gern einmal die Heimat sehen würde. Gleich war er bereit.

»Warum nicht, Lieb! Nächste Reise, oder Pfingsten. Fahre ruhig hin; wenn ich wiederkomme, bist du längst wieder hier. Denn zu den Großeltern willst du ja doch nicht.«

Ich könnte also reisen! Aber nein, es geht nicht! Das habe ich auch Werner gesagt; ich habe ihm gesagt, daß es Wünsche bleiben müssen.

»Mir ist es recht, Lieb,« sagte er, »ich will nur dich zufrieden wissen.«

Ich soll mir ein Hündchen kaufen, damit ich nicht mehr so verlassen bin.

Ich freue mich, ich mag Tiere so gern. Gleich heute werde ich ausgehen und mir einige ansehen, die in der Zeitung standen.


Meine einsamen Spaziergänge am Außendeich muß ich aufgeben. Es ist hier wie überall. —