Es schien, als ob ein bitteres Lächeln um die Lippen des Herrschers spielte, als er seine Räte und Vertrauten mit einer Handbewegung und einigen kurzen Worten verabschiedete.
In wenigen Augenblicken war der Herrscher allein.
Er blieb am Tische stehen und blätterte mechanisch in den Dokumenten. Dann trat er ans Fenster.
Draußen knatterte wieder das Gewehrfeuer.
Nur ungern hatte der Herrscher den Befehl erteilt, gegen das rasende Volk Gewalt zu gebrauchen. Es ging nicht anders, draußen begann man ja schon zu morden, zu rauben und zu plündern.
„Die Sturmflut naht,“ murmelte der Herrscher. „Bald wird sie alles überfluten. Schrecklich, entsetzlich, die Menge wartet nicht, bis die Katastrophe erfolgt, sie macht schon vorher die Erde zur Hölle. Und das alles, alles nur, weil sich der eine an mir rächen wollte. Dieser Mann, der einen solchen Ruf besitzt, der ihn bis zur gehässigsten Vergeltung anwendet. Und dieser Mann, der soviel Unglück angerichtet hat, der hütet sich, vor meine Augen zu kommen. Niemand weiß, wo er sich befindet, er schleudert seine giftigen Pfeile aus der Verborgenheit in die rasende Menge.“
Der Herrscher hatte die letzten Worte unwillkürlich laut gesprochen.
Plötzlich wendete er den Kopf, als ein Geräusch im Saal ertönte. Dort an der schweren Portiere, die zu den fürstlichen Gemächern führte, stand ein stattlicher junger Mann mit geistreichem und zu gleicher Zeit auch energischem Antlitz.
Es war einer der Prinzen des Herrscherhauses, ein Mann, der sich in seinen Mußestunden aus Begeisterung mit der astronomischen Wissenschaft beschäftigte.
Der Herrscher trat in sichtlicher Erregung auf den Prinzen zu.