«Geht.» Nur leider, sie gingen nicht.

«Der Admiral Coligny soll am Leben bleiben!»

«Der König von Navarra soll am Leben bleiben!»

Sie riefen es gleichzeitig, die beiden Namen schlugen aneinander, jeder verdrängte jeden. Die Alte zuckte dann auch die Achseln.

«Da seht ihr’s: ihr seid euch nicht einig.»

«Ich will dasselbe wie meine dicke Margot.»

«Mein Bruder, der König, wird mir helfen.»

Demnach hatte sie es mit Verbündeten zu tun. Sobald aber Madame Catherine nicht mehr die Stärkere war, pflegte sie zur List überzugehen.

«Wir wollen einen Vertrag machen, liebe Kinder. Ihr habt zwei Personen genannt. Keiner von beiden wünsche ich etwas Übles. Keinen Finger werde ich erheben, damit eine von ihnen fällt. Sollte aber dennoch eine der beiden Personen fallen, dann, geliebte Kinder, dürft ihr nicht verlangen, daß ich die andere noch schütze. Es ginge über mein Vermögen», setzte sie hinzu, eher kläglich — denn ihre Tochter wuchs. Die Königin von Navarra wurde groß von Gestalt, vermöge Wissens und Willens.

«Ich verstehe die Sprache der Vögel», sagte sie auf die arme Alte hinunter. «Die zwiespältige Zunge Eurer Majestät meint, daß Sie zuerst den Herrn Admiral wollen töten lassen, dann aber auch den König von Navarra, meinen Mann.»