«Nur die Nase — sie ist zu lang.»

«Das ist praktisch ein Vorteil.»

«Ja, die Länge. Aber nicht die Form. Denn sie senkt sich. Sie wird sich weiter senken mit der Zeit, fürchte ich.»

«Schade. Nun, es ist gleich. Ich werde ja doch einen so armseligen jungen Tropf nicht zum Mann nehmen. Und er? Sehr jung, wie?» fragte die Frau unbestimmten Alters. «Du hast ihm Hoffnungen auf mich gemacht? Da war er natürlich begeistert.»

«Ihn begeistert die Schönheit. Das Bild Eurer großen Majestät hat er mit Küssen und mit Tränen bedeckt», log der Gesandte.

«Das glaube ich. Und die Verbindung mit den Valois hast du ihm verleidet?»

«Da ich weiß, daß sie Ihnen unerwünscht wäre.»

«Schließlich bist du doch vielleicht kein Dummkopf. Wenn du nur kein Verräter bist!» Ihr Ton war scharf, aber gnädig. Der Gesandte begriff, daß die Gefahr, hingerichtet zu werden, zurücktrat, und er verbeugte sich tief.

«Herr Gesandter», begann Elisabeth und ließ sich endlich in ihren Sessel nieder, «ich warte noch immer darauf, daß Sie mir von den Verhandlungen zwischen den beiden Königinnen sprechen. Sehen Sie mich nur an! Ich meine die Königinnen Jeanne und Katharina. Ich weiß, daß die eine so gut mitbestimmt wie die andere, was aus Frankreich werden soll.»

«Meine Bewunderung Ihrer Geistesschärfe grenzt an Schrecken.»