So sang, zuerst ganz allein, Philipp Du Plessis-Mornay, denn er war vor ihnen am ehesten zum Äußersten geneigt: in ihm wohnte die unruhigste Tugend. Da er aber die erste Zeile wiederholte, schlossen mehrere andere Stimmen sich an, und bei der zweiten waren es alle. Sie waren von ihren Tieren abgesessen, hatten die Hände zusammengelegt und sangen, ein Haufe, den niemand ansah als vielleicht Gott, zu ihm hinauf: sangen, als ob sie Sturm läuteten, hinauf!

«O Gott, so zeige Dich doch nur,

Und plötzlich wird sich keine Spur

Vom Feind mehr blicken lassen.

Wenn er denn ab sein Lager bricht,

Vergehn vor Deinem Angesicht

Sie alle, die uns hassen.»

Ihr letzter Abgesandter

Sie sangen weiter bis ans Ende, hierauf aber erwarteten sie ein Wort ihres jungen Führers. Er war König von Navarra geworden hier auf der fremden Landstraße und sollte ihnen sagen: wohin, was tun. Du Bartas neigte sich zu Henri, er sprach gedämpft: «Ihre Mutter war nur die erste. Der zweite werden Sie selbst sein. Kehren Sie um!»

«Sammeln Sie die Ihren!» riet Mornay. «Die von der Religion werden aus dem ganzen Königreich herbeistürmen. Als eine unwiderstehliche Macht ziehen wir an diesen verbrecherischen Hof.»