Jeanie sah gelb und blau gemalte Häuser mit Köpfen von Negerinnen über der Tür und Bildern von Vögeln mit rotem Schnabel. Am Abend baumelten große Laternen davor. Sie sah Männer hineingehen, die betrunken schienen.

Jeanie dachte, das seien Herbergen für die Matrosen, die aus den Ländern der schwarzen Frauen und bunten Vögel heimgekommen sind. Und es faßte sie ein großes Verlangen, ihren Geliebten in einer solchen Herberge zu erwarten, in der es vielleicht nach dem fernen Meere roch.

Sie schaute auf und sah weiße Frauengestalten, die sich auf die Fenstergitter stützten, um Luft zu holen. Jeanie trat durch eine Doppeltür und fand sich in einem gepflasterten Raum unter halbnackten Frauen in roten Kleidern. Im Hintergrund des warmen Zimmers blinzelte ein Papagei. In drei dicken schmalen Gläsern auf dem Tisch war etwas Schaumiges.

Vier Frauen umringten lachend Jeanie, und sie sah noch eine andere, dunkelgekleidete, die in einem kleinen Verschlage nähte.

— Sie ist vom Land, sagte eine der Frauen.

— Psst! sagte eine andere, mußt nichts sagen.

Und alle riefen durcheinander:

— Willst du trinken, Kleine?

Jeanie ließ sich küssen und trank aus einem der schmalen Gläser. Eine dicke Person sah den Ring.

— Ihr redet, und das ist verheiratet!