— Ja, sagte Lilly; aber sag, wie alt mag ich wohl sein?
— Fünfzig, nicht wahr, Großmutter, riefen die Kinder; sie ist nicht ganz so alt wie du.
Und wie Lilly müde lächelte, da betäubte sie der starke Duft der Mandosiane, und sie starb in der Sonne. So ging Lilly die Königin Mandosiane holen und wurde von ihr hinweggenommen.
Monelle
Von ihrer Erscheinung
Ich weiß nicht, wie ich durch einen dunklen Regen zu diesem merkwürdigen Laden kam, der in der Nacht vor mir auftauchte. Ich weiß die Stadt nicht und nicht das Jahr; weiß nur, daß es eine Zeit war, da es viel regnete, viel regnete.
Verbürgt ist, daß in dieser selben Zeit die Menschen auf den Straßen kleine herumstreifende Kinder fanden, die nicht wachsen wollten. Mädchen von sieben Jahren beteten auf den Knien darum, daß sie nicht älter würden, und die Pubertät schon sah totgetroffen aus. Es gab da fahlweiße Prozessionen unter dem bleichen Himmel, und kleine Schatten, die kaum sprechen konnten, mahnten das Volk der Kinder. Nichts sonst begehrten sie als eine ewige Unwissenheit. Sie verlangten, sich immerwährenden Spielen zu weihen. Sie verzweifelten an der Arbeit des Lebens. Alles war für sie nichts sonst als Vergangenes.
In diesen trüben trostlosen Tagen, in dieser Zeit endlosen Regens gewahrte ich die fadendünnen Lichter der kleinen Lampenverkäuferin.
Ich trat unter das Schutzdach ihres Ladens, und der Regen lief mir in den Nacken, als ich den Kopf beugte.
Und ich sprach zu ihr: