— Wir leben von nichts. Wir wissen es nicht.
Und dabei mußte sie lachen. Aber sie war sehr schwach.
Und sie ließ sich am Bettende eines Kindes nieder, das krank lag. Sie reichte ihm eines der kleinen weißen Fläschchen, und blieb lang vornübergebeugt und mit offnen Lippen.
Es gab da Kinder, die tanzten einen Reigen und sangen mit klaren Stimmen. Monelle hob ein bißchen die Hand und sagte:
— Still!
Dann sprach sie leise, mit ihren kleinen Worten.
— Ich glaube, ich bin krank. Geht nicht weg von mir. Spielt da bei mir. Morgen sucht euch eine andre schöne Spielsachen. Ich bleib zu Hause bei euch. Wir wollen lustig sein und keinen Lärm machen. Und später, da werden wir auf den Straßen und auf den Feldern spielen und man wird uns in allen Läden zu essen geben. Jetzt, jetzt würde man uns zwingen, wie die andern zu leben. So müssen wir warten. Wir werden viel gespielt haben.
Monelle sagte noch:
— Habt mich lieb. Ich liebe euch alle.
Dann schien sie neben dem kranken Kind einzuschlafen.