Endlich, an einem stürmischen, ganz besonders dunkeln Abend, gab sich der geheimnisvolle Freund zu erkennen, als Thomas schon längst auf seinem Lager ruhte. Ein barmherziger Traum ließ ihn sein Elend vergessen, und trug ihn zurück in den Schlafsaal der Klosterschule. Dietrich, das wilde Reiterlein, lag neben ihm im Bett und fing halblaut an zu singen:

»Ich bind' mein Schwert zur Seiten

Und mach' mich bald davon;

Hab' ich dann nicht zu reiten,

Zu Fuße muß ich gahn.

Ich taumle als ein Gänselein,

Das ziehet auf die Wacht.

Das tut das Heu und auch der Wein;

Ade, zu guter Nacht!«

»Dietrich, willst du wohl still sein?« rief Thomas, aus leichtem Schlaf erwachend.