Im Nu war Melitta auf den Füßen, in ihren Augen flammte es; sie wollte reden, der Zorn raubte ihr die Sprache. Sie schüttelte ihr Haar, als habe ein giftiges Tier es berührt. Das Kind in seinem Bettchen stöhnte lauter. Es hatte jetzt die Augen groß offen und langte mit den Händen nach dem dunklen Schatten, der sich an der Wand bewegte.
»Nicht das – nicht das!«
»Was denn, Liebling, Herzblatt? Mama ist ja bei dir!«
»Fort das – nicht das!«
»Tritt zurück!« sagte Melitta. »Du siehst es doch, sie ängstigt sich vor dem Schatten!«
»Mama beten mit Erna!«
Die junge Frau faltete ihre Hände um die kleinen des Kindes.
»Hier knieen! Erna auch knieen!«
»Mein Kleines, du bist krank, du kannst leicht kalt werden!«
»Erna auch knieen!«