»Herrjeh, der Herr Baron! Nein, aber so 'ne Überraschung! Der Herr Pastor ist noch im Dorfe, aber er kommt gewiß sogleich.«

»Ich werde warten«, sagte Baron Hans.

»Ja, natürlich. O Gott, wird er sich freuen!«

Sie kam herunter, ihm das Pferd abzunehmen und ihn hereinzulassen. Aber sie hatte seine Meinung nicht verstanden.

»Ich will hier warten«, sagte Hans Henning.

»Aber doch man nicht draußen, im Schnee.«

»Ja. Es ist gut, Justine, lassen Sie nur.«

Man sieht nicht gern das Trübe, wenn man selber froh gestimmt ist, darum kostete es der Justine erst einen kleinen inneren Ruck, ehe sie sagen konnte: »Aber, Herr Baron sehen so anders aus – ist was passiert?« Jetzt sah sie auch den verbundenen Arm.

Der Hans machte eine so wütend ungeduldige Schulterbewegung, daß ihr jedes weitere Wort auf den Lippen erstarb. Sie öffnete zwar noch einmal den Mund, sie wollte doch noch etwas sagen vom Arm und dem Pferde oder dem Kaffee und sonst etwas Tüchtiges und Richtiges, aber sie war im Dienst alt genug geworden, um Herrenlaunen zu kennen, sie klappte den Mund wieder zu und schlich bedrückt hinein. Doch dann ging drinnen ein wildes Kaffeemahlen los, an dem sie sich tröstete und erhob.

Hans Henning stand draußen und dachte nur das eine: Ich muß Gregor sprechen. Aber danach war alles stumpf und dumpf in ihm. Nur sein Arm und Gelenk wütete wie wahnsinnig.