»O je, o je!« schluchzte das Männchen. »Dat end't jawoll nich gaud!«

Der Schimmel bekam die Peitsche, er dachte, das wäre ein Mißverständnis, aber es war keins. Sie sauste wieder und wieder. Da wurde ihm so himmelangst wie seinem alten Herrn, und der Schlitten flog durchs Dorf und draußen über den höckrigen Weg.

Auf freiem Felde war es noch wieder ein Stückchen heller als im Dorfe. Gregor spähte den flachen Weg entlang übers Moor. Jawohl, es flogen Krähen auf, wenn er nach denen suchte. Da tanzten in der Luft auch schon wieder Schneeflocken.

»Dat ward jawoll 'n Gestiewe«, klagte Michael Krauthammer besorgt. »Am End' finden wir unsern Weg noaher nich wedder.«

Gregor antwortete nicht. Die freie Luft hier draußen auf der raschen Fahrt tat ihm gut. Ihm wurde klarer im Kopfe.

Sie hat dem tollen Jungen unsere Sache verraten! dachte er voll wilden Zornes. Was fällt ihr ein? Wer gab ihr das Recht? Ja, so ist sie: mit dem Kopf durch alle Wände, unbekümmert, rücksichtslos. Was macht ihr mein Wunsch und Wille aus? Was macht ihr das Unheil aus, das sie stiftet? Sollte ich mein Lebelang mich mit dem Löschen abgeben, wo sie Feuer angelegt hat? –

Eintönig klapperten ein paar klanglose Schellen am Sielengeschirr des Schimmels. Hin und wieder flog der Schlitten über eine Unebenheit des Weges heftig zur Seite, daß die Männer sich an dem Leitergerüst halten mußten.

»Wi smieten üm, Herr Pastuhr!« gellte das Männchen.

»Und wenn auch, das macht nicht viel aus«, sagte Gregor unwirsch. »Höchstens hält's uns auf.«

Aber es war mit Sorgfalt nicht viel zu machen. Der Weg war so überweht vom Schnee, daß man seine Tücken nicht sehen konnte. Dazu schneite es immer heftiger und wurde rasch Nacht.