Fritzchen hatte eine unruhige Nacht voll wilder Träume, ein paarmal wachte sie auf, in Schweiß gebadet. Sie hatte mit Ungeheuern gekämpft, aber das Ungeheuer hatte plötzlich Papas Gesicht gehabt.
Früh stand sie auf und zog sich an, schnell, schnell und im Dunkeln. Draußen schneite es, und der Wind klapperte mit den Läden.
Die Bonne lag noch im Bett und schlief. Plötzlich fuhr sie auf. »Fritzchen – was willst Du?«
»Nichts.« Damit raffte sie das Kleidchen, das sie noch nicht angezogen hatte, zusammen und huschte hinaus, es im Korridor anzuziehen.
Wie seltsam das Haus aussah zu dieser Zeit. Alle Türen standen auf, der Wind fuhr klappernd durch die Gänge. Die Mägde liefen mit Besen und Eimern herum, in den Öfen bullerte das Feuer, aber überall war es noch bitterkalt.
»Fritzchen! Was willst Du denn?« rief Jakob, der eben die geputzten Stiefel des Herrn in dessen Schlafstube bringen wollte.
»Wacht Papa schon?«
»Jawohl. Aber er liegt noch im Bett und trinkt Kaffee.«
»Jakob, nimm mich mit 'rein!«