»Laß ihn doch. Aber geh Du nur, ich komme schon mit.«
»Na, mir kann's ja egal sein.«
Dicht an die Beine des stämmigen Burschen geschmiegt, wie ein Mäuschen, das sich unversehens mit einschleicht, drang der kleine Abenteurer ungekämmt, mit hinten offenstehendem Kleidchen in das Zimmer ein. Der Papa saß aufrecht im Bett, neben sich das Kaffeegerät und las die Zeitung. Er sah gar nicht auf, bis ein winziges Geschöpf an seinem Bettrande auftauchte.
»Na nu!«
Er ließ die Zeitung fallen. Sein Gesicht erschien in dem Rahmen der weißen Kissen noch röter als zuvor. »Was fällt Dir ein? Was willst Du hier? Ist jemand krank?«
»Papa – warum kommen die Jungens gar nicht wieder?«
»Welche Jungens?«
»Gregor und Hans Henning.«
»Teufel!« Er nahm die Zeitung wieder auf. »Was geht's mich an? Geh' raus! – Was geht's mich an, sage ich!« Er ließ das Blatt wieder sinken und schrie das blasse kleine Gesicht wütend an.
Das blieb wie es war, wich und wankte nicht. »Du sollst gut sein mit Herrn v. Zülchow. Die Jungens sollen wiederkommen. Du sollst's machen!«