»Was ist denn das für eine Verrücktheit! Jakob, schaff das Mädel fort! Was sind denn das für neue Moden!«
Jakob grinste innerlich und auch ein bißchen äußerlich. Als er die kleine Hand anfaßte, geschah es sehr behutsam, er zupfte auch nur, ein wenig mahnend, in der Gegend nach der Tür zu.
»Du sollst's machen!« rief Fritzchen laut. Ihre Augen loderten, das ganze eben noch blasse kleine Gesicht war von Glut überzogen.
»Du sollst gut sein! Die Jungens sollen wiederkommen!«
Da hatte Jakob sie glücklich bis an die Tür. »Papa! Du sollst's machen!« Sie hob sich noch einmal auf die Zehen – dann verschwand das feuersprühende kleine Bild.
»Nee, sowas – nee, sowas –« murmelte Herr v. Dörfflin. Er saß noch ein Weilchen, wie er saß, aber er las keine Zeile mehr, und auch sein Kaffee blieb stehen.
»Jakob, zum Donner, so gib mir doch endlich die Stiefel! Was wollte denn das Balg? Wie kam's hier herein?«
»Ich weiß nicht, gnädiger Herr.«
»Ist sie denn ganz – –«
Unter beständigem Brummen und mancher unwirschen Frage an Jakob, die der stets mit Unwissenheit ablehnte, zog Herr v. Dörfflin sich an. Es war noch viel zu früh für seine Gewohnheit. In seiner Stube scheuchte er die Mädchen heraus, schloß die Fenster, in die der Schnee wehte, und im Schein der Küchenlampe, die das Mädchen hatte stehen lassen, schrieb er auf ein Notizblatt: