»Gnädiges Fräulein – Fräulein Fritzchen, ich denke – kriegen Fräulein Fritzchen man keinen Schreck – es ist am Ende wohl ein bißchen schlimm –«

»Ja, ja, ich weiß schon«, sagte Fritzchen.

Es war so schlimm, wie es sein konnte. Herr v. Dörfflin war vom Sofa gefallen, auf das er sich wohl vorhin gelegt hatte. Er lag unten auf der Erde. Jakob hatte den Knall gehört, war herbeigestürzt, hatte sich die Sache angesehen, seinen Herrn ein bißchen herumgedreht und war davongelaufen. Es war doch eine grauliche Sache!

Fritzchen kniete neben ihm.

»Sofort den Doktor holen, Jakob. Sag's draußen. Und dann faß mit an, wir müssen Papa zu Bett bringen.«

Sie beugte sich tief über ihn. »Papa!«

Es kam keine Antwort zurück, nicht einmal ein Zucken. Sein Gesicht war wunderlich entstellt. Aber er lebte noch.

Ehe der Mensch wiederkam, kauerte sie neben ihm, den Arm unter dem schweren Kopf mit den blauroten, gedunsenen Zügen, mit der anderen Hand tastete sie ihm nach dem Puls, befühlte die feuchtkalte Stirn.

»Papa, mein Papa –«, murmelte sie immer wieder auf das leblose Gesicht nieder.

Es kam Leben in das Haus, die Kunde flog wie ein wilder Vogel durch alle Räume. Es kam Hilfe, mehr als nötig war. Draußen wurde nach dem Schultzeschen Wagen gerufen.